Howard Carpendale

Howard Carpendale

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„Das alles bin ich“ heißt das neue, sehr persönliche Werk von Howard Carpendale, der in seinem Leben schon alles erlebt hat, was es zu Erleben gibt. Hits und Flops, kreative Höhen und künstlerische Krisen, Zeiten des absoluten Glücks wie auch persönliche Schicksalsschläge. Was liegt in diesem Zusammenhang näher als Howard Carpendale selbst über seine vier Karrieren und die Entstehung seines neuen Albums erzählen zu lassen.  

 Die erste Karriere

„Angefangen hat natürlich alles in meiner Heimat Südafrika. Schon als kleiner Junge war ich besessen von englischer Popmusik. Ich erinnere mich noch, dass Cliff Richard nach Durban kam und ich mir am Fenster der Townhall die Nase platt gedrückt habe, weil es keine Karten mehr gab und ich unbedingt den Live-Auftritt von Cliff erleben wollte. Mein Idol war natürlich Elvis Presley. Ich stand oft vor dem Spiegel vom Kleiderschrank, einen Besenstiel als Ersatz für einen Mikrofonständer in der Hand und versuchte, Elvis zu imitieren.

Ich hab dann natürlich sehr früh auch selber Musik mit einer Schülerband gemacht. Da haben wir sogar ein paar Monate lang mit ziemlichem Erfolg in einem Nightclub gespielt. In diesen Monaten im Nachtclub habe ich gelernt mit dem Publikum umzugehen. Da habe ich angefangen zu verstehen, was “Entertainment" bedeutet. Das war der Anfang meiner ersten Karriere.

Irgendwann später nahm ich dann an einem Elvis-Presley-Talentwettbewerb teil. Eine große Zeitung hatte den veranstaltet, es war das, was man heute eine Casting-Show nennen würde. Ich hatte schreckliches Lampenfieber, aber offenbar hat das keiner gemerkt, denn ich wurde zum Sieger gekürt und bekam einen Vertrag für eine Schallplatte. Es war ein schreckliches Lied mit dem Titel “Endless Sleep" aber die Leute mochten es offenbar. Der Song wurde ziemlich viel bei Radio Springbok gespielt, das war der große örtliche Rundfunksender und ich wurde dadurch langsam so etwa wie ein “local hero" in Durban. Diese meine erste Karriere ging natürlich zu Ende, als ich mein Abitur machte, dann meinen Militärdienst absolvieren musste und schließlich nach England ging, um Kricket-Profi zu werden.“

Die zweite Karriere

„Nach Deutschland kam ich eigentlich nur durch Zufall. Ich war ja nach England gegangen, um Profi-Kricketspieler zu werden. Ich trainierte auch eine Zeitlang bei einem großen Kricket-Club und wartete auf meine Chance. Aber irgendwann habe ich dann eingesehen, dass ich zwar ein recht ordentlicher Cricketeer war, aber meine Begabung reichte nicht aus, um wirklich eine ganz große Karriere als Berufssportler zu starten. Ich wollte nie im Leben mittelmäßig sein. 

Da fiel mir eine Anzeige im “Musical Express" in die Hand. Eine Band suchte für eine Tournee in Deutschland einen Leadsänger. Die Tournee war eine ziemliche Pleite, die Band trennte sich sehr bald wieder. Ich blieb in Deutschland und schlug mich eine Zeit lang mit Gelegenheitsarbeiten durch.

Dann erinnerte ich mich daran, dass ich eigentlich ja Sänger war, nahm meine alte zerkratzte Schallplatte aus Südafrika in die Hand und ging nach Köln zur EMI, um mich da zu bewerben. Das Wunder geschah, ich bekam einen Vertrag und bald nahm ich meine erste Schallplatte in Deutsch auf. “Lebenslänglich" hieß sie und sie wurde ein kleiner Erfolg. So fing also meine  zweite Karriere an. Ich sang das, was man in Deutschland “Schlager" nannte. Ich kannte diesen Begriff gar nicht. Auch diese ganze Musikart war mir völlig neu. In Südafrika hatte ich natürlich Popmusik gemacht - Beat, Rock 'n' Roll etc.

Ich sang meine Songs natürlich auf Deutsch. In den ersten Jahren hatte ich überhaupt keine Ahnung, was ich da zu singen bekam. Man hat mir den Text ungefähr erklärt und dann bei den Aufnahmen im Studio phonetisch aufgeschrieben. Es war eine lustige Zeit. Ich hatte mehr und mehr Erfolg und wurde ein deutscher Schlagerstar. Ich lief wie ein bunter Papagei durch die Gegend, kaufte mir einen protzigen Ford Mustang und war glücklich. Höhepunkt dieser zweiten Gesangskarriere war dann mein Sieg beim Deutschen Schlagerfestival mit dem Lied “Das Schöne Mädchen von Seite Eins". Ich war auf der Höhe des Ruhmes, damals war ich 24 Jahre alt...“.

Die dritte Karriere

„‚Das Schöne Mädchen von Seite Eins’ war der Höhepunkt meiner zweiten Karriere. Aber es war komisch: Kurz danach gingen meine Schallplattenkäufe rapide bergab. Das Publikum wollte offenbar die primitiven Songs nicht mehr hören, die ich damals teilweise singen musste. Es waren auch wirklich schreckliche Titel. Ich erinnere ich noch an Lieder wie “Weil ich ein Ringer bin und du die Kennerin von jedem Griff" oder “Bye mein süßer Spatz". Furchtbar. 

Vielleicht war ich es auch als Person, die den Leuten auf die Nerven ging mit meinem bunten Outfit und dem Angeber-Auto. Zwei Jahre nach meinem großen Triumph beim Schlagerfestival war meine Karriere wieder zu Ende. Eine Zeitlang dachte ich: Na schön, das war eine herrliche Zeit. Jetzt gehe ich zurück nach Südafrika oder London und werde vielleicht Journalist. In meiner Londoner Zeit hatte ich sowieso schon einmal als Korrespondent für eine südafrikanische Zeitung gearbeitet. Aber dann siegte mein Ehrgeiz. Ich wollte nicht als Verlierer aus Deutschland weggehen. Ich fing an, meine Platten selber zu produzieren. Ich sang Lieder wie “Fremde oder Freunde". “Da nahm er seine Gitarre" und - natürlich - “Deine Spuren im Sand" und hatte sofort wieder Erfolg.

Damit begann das, was ich meine dritte Karriere nenne. In dieser meiner dritten Karriere sang ich Lieder, die man als Deutsch-Pop, Schlager, Middle-of-the-Road bezeichnen könnte. Wichtig für mich war: Ich machte endlich mein “Ding": Ich ließ mir nicht mehr Lieder von anderen vorsetzen, sondern sang das, was ich gerne singen wollte. Meine dritte Karriere dauerte fast 25 Jahre und jeder weiß, dass sie sehr erfolgreich war. Ich bekam jede Menge goldener Schallplatten, hatte ein paar Dutzend Hits in den Charts, machte große Konzerttourneen und wurde ein recht bekannter Künstler.

2003 erklärte ich dann meinen Rückzug aus dem Showbusiness. Ich hatte alles erreicht, was ich erreichen konnte und wollte mir neue Herausforderungen suchen. Meine Abschiedstournee war für mich und wohl auch für mein Publikum ein unglaubliches Erlebnis und ein absoluter Höhepunkt in meinem Leben. Danach ging ich in die USA, um ein neues Leben zu beginnen.“

Die vierte Karriere

„Nach meinem Rückzug aus dem Showbusiness lebte ich in Florida. Ich wurde ‚Business man’, legte mein Geld in einer Sportartikel-Kette und in Immobilien an, kaufte und verkaufte Aktien.

Dieses Leben hielt ich vier Jahre lang aus und wurde mehr und mehr unglücklich. Als ich Abschied vom Showbusiness genommen hatte, da habe ich mir nicht vorstellen können, dass mir das Publikum, die Musik und das Fernsehen so sehr fehlen würde. Es ging nicht anders. Ich kam zurück nach Deutschland und wollte wieder zurück ins Showbusiness.

Ich hatte - ehrlich gesagt - etwas Angst, wie das Publikum mich nach meinem großartigen Abschied nun wieder empfangen würde. Aber diese Angst war unbegründet: Meine Rückkehr war wieder ein Triumph und dafür bin ich meinem Publikum unendlich dankbar. Mit dieser Rückkehr begann dann das, was ich meine vierte Karriere nenne. Das Schöne in diesem Teil meines Lebens ist: Ich habe keinen Druck mehr. Ich brauche niemandem etwas zu beweisen. Ich mache als Künstler noch mehr als früher einfach das, was ich machen möchte.“

Mein neues Album „Das alles bin ich"

„Mein neues Album trägt den Titel “Das alles bin ich". Den Titelsong hat mir mein langjähriger Co-Autor und Freund Joachim Horn auf den Leib geschneidert. Ich liebe diesen Song, die eingängige Melodie und den rockigen Rhythmus, der sofort in die Beine geht. Ich hab das Lied schon im Studio etlichen Leuten vorgespielt und bei allen beobachte ich das Gleiche: Nach ein paar Takten geht jeder mit: Er schnipst mit den Fingern, schlägt mit den Füßen den Takt mit oder bewegt rhythmisch den Kopf. Der Text ist sehr persönlich. Ich zähle in Stichworten auf, wie es in meinem Inneren aussieht und singe am Schluss dieser Aufzählung: “Das alles bin ich und so mag ich mich". Das ist, wenn Sie so wollen, die Message des Songs. Jeder Mensch sollte sich so akzeptieren, wie er ist. Nur dann kann er glücklich sein. Mein Lieblingsautor Erich Fromm hat etwas Ähnliches gesagt: “Nur wer sich selber liebt, kann auch einen anderen Menschen wirklich lieben".

Die Idee zum Album “Das alles bin ich" ist während der Konzerttournee entstanden. Wer das Konzert gesehen hat, der erinnert sich vielleicht noch daran, dass wir da einen musikalischen Block hatten, bei dem ich mit vier meiner Jungens vorne an der Rampe saß, alle hatten ihre Gitarren mitgebracht und wie spielten ein paar Songs so in der Richtung der amerikanischen Band “Eagles". Wir haben Lieder gesungen wie “Islands In The Sun" oder auch “Tür an Tür mit Alice". Dieser Block kam beim Publikum immer besonders gut an und er machte auch uns auf der Bühne immer besonderen Spaß. Das war Musik, die optimistisch war und positive Stimmung verbreitete. Sie war kommunikativ, denn unsere Stimmung übertrug sich sofort auf das Publikum.

Eines Tages haben wir uns dann gesagt: In diesem Stil sollten wir mal ein ganzes Album machen. Jetzt haben wir es gemacht. Wir hatten viel Spaß bei der Produktion und ich bemühe diesmal mit absoluter Überzeugung ein lieb gewonnenes Klischee, denn dieses Album ist für mich definitiv das Beste, das ich bis heute aufgenommen habe. Wer es nicht glaubt, soll reinhören – es ist, wie es ist.“
 

Howard Carpendale

Das Album “Das alles bin ich“ (Best.-Nr. CD 2744852) ist ab dem 25.02.2011 im Handel erhältlich. Zusätzlich ist das Album zum selben Zeitpunkt auch als Deluxe Edition als CD und DVD unter der Best.-Nr. 2759921 erhältlich.

 Einlass : 18 Uhr

Preis : 44,00 Eur bis 99,20 Euro

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