Traditionsverein vor der Auflösung

Traditionsverein vor der Auflösung

Deutzer Turnverein 1878 e.V.

19.08.2009

Maßnahmen der Stadt Köln zur Pandemie-Impfaktion bedrohen Existenz des Deutzer Turnverein 1878 e.V.


Den Basketball- und Volleyballmannschaften des Breitensportvereins Deutzer TV droht der Ausschluss vom Spielbetrieb und somit die Auflösung bestehender Mannschaften, weil dem Verein von Mitte September bis Ende des Jahres sämtliche Hallenzeiten seitens der Stadt Köln wegen der Vorsorgemaßnahmen zur Pandemie-Impfaktion entzogen wurden. Der Verein kann somit seinen Mitgliedern keinen adäquaten Trainings- und Spielbetrieb anbieten. Die Stadt Köln sieht sich leider zurzeit nicht in der Lage, ausreichende Ersatzhallenzeiten anzubieten.

Mitte August wurde der Deutzer TV seitens der Stadt Köln informiert, dass die Sporthalle am Reitweg, in der alle Ball spielenden Mannschaften sowohl trainieren als auch Liga-Spiele bestreiten, von Mitte September bis Ende Dezember 2009 für die Pandemieimpfaktion der Stadt Köln für den Sportbetrieb des Vereins GESPERRT ist. Ab September stehen nun 15 Mannschaften mit ca. 250 SpielerInnen ohne Trainings- bzw. Spielzeiten vor einer für sie verschlossenen Halle.

„Selbstverständlich ist der Deutzer TV dazu bereit, seinen Teil bei den Vorsorgemaßnahmen für die Gesundheit in unserer Stadt zu tragen“, erklärt Bernward Boch, (Vorstandsmitglied in der Basketball-Abteilung). „Allerdings dürfen solche Maßnahmen im Rechtsrheinischen doch nicht zu Lasten einiger weniger Sportvereine gehen. Gerade die Jugendlichen heute springen in einem Verein schnell ab, wenn sie ihrem Sport nicht mehr nachgehen können“, erklärt Bernward Boch.

"Wie die Oberbürgermeister-Kandidaten im Kölner Stadt-Anzeiger ihre Haltungen zum Jugend- und Sportbereich formulieren, weiß jeder Kandidat um die Wichtigkeit der Arbeit im Bereich Breitensport für unsere Gesellschaft. In der Lebenswirklichkeit aber lässt die Stadt Köln den Deutzer TV allein und bringt ihn in substanzielle Existenznöte.“

Auf Nachfragen bei der Stadt erhielt der Vorstand des Deutzer TV leider nur ein Standardschreiben, in dem abschließend sogar die Bitte geäußert wurde, von weiteren Anfragen zu alternativen Hallenzeiten Abstand zu nehmen. Damit entzieht sich die Stadtverwaltung der Mitarbeit an der Lösung der für die Ball spielenden Mannschaften Existenz bedrohenden Situation.

„Auch die Öffnung der neuen Förderschule mit Sporthalle in Deutz wird in der Presse erwähnt, jedoch sieht sich bei der Stadt Köln niemand in der Lage, hier nach einer kurzfristigen und räumlich einfachen Problemlösung zu suchen.“ ergänzt M. Höller (2. Vorsitzender).

Eine kurzfristige Inbetriebnahme der zwei fertig gestellten Sporthallen würde für den Verein der Ersatz der so kurzfristig entzogenen Hallennutzungszeiten darstellen. Für weitere Informationen und Stellungnahmen steht Ihnen der 2. Vorsitzende des Deutzer TV 1818 e.V. zur Verfügung:

Michael Höller: Telefon: 02 21-81 21 98 oder per E-Mail: michaelhoeller@gmx.de

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