Kölner Impfzentrum in der Koelnmesse ist betriebsbereit

Kölner Impfzentrum in der Koelnmesse ist betriebsbereit

Oberbürgermeisterin Henriette Reker präsentiert die Kölner Impfstraßen

15.12.2020

Das Kölner Impfzentrum in der Koelnmesse ist, wie vom Land Nordrhein-Westfalen vorgegeben, betriebsbereit. Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat heute, 15. Dezember 2020, gemeinsam mit der Feuerwehr, dem Gesundheitsamt und der Kreisstelle Köln der Kassenärztlichen Vereinigung die Kölner „Impfstraßen“ vorgestellt. Sobald ein Impfstoff verfügbar ist, können die ersten Kölnerinnen und Kölner unverzüglich geimpft werden.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker betont: „Dass die ersten Kölnerinnen und Kölner aller Voraussicht nach schon in wenigen Wochen geimpft werden können, nährt die Hoffnung, dass wir die Corona-Pandemie in absehbarer Zeit hinter uns lassen können. Ein Ziel, das wir alle so sehr herbeisehnen.“ Sie unterstreicht, der Impfbeginn stelle die Stadt Köln aber auch vor große Herausforderungen: „Wir mussten ein tragfähiges Konzept entwickeln, wie innerhalb kürzester Zeit möglichst viele Menschen geimpft werden können. Das Impfzentrum, das Feuerwehr und Gesundheitsamt mit Unterstützung der Koelnmesse innerhalb weniger Tage errichtet haben, wird dem Anspruch an eine hochprofessionelle Impflogistik gerecht. Jetzt hoffe ich, dass es schon bald eine Zulassung für den Impfstoff geben wird.“

Zum Ablauf der Impfungen:

Die Anmeldung zu einem Termin im Impfzentrum erfolgt über den Ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung unter der kostenlosen Telefonnummer 116 117. Sie gilt deutschlandweit ohne Vorwahl. Der Impfling vereinbart zwei Termine: für die erste Spritze und 28 Tage später für die zweite Spritze, denn unabhängig davon, welches Serum gespritzt wird, ist die Impfung nur wirksam, wenn sie zweimal verabreicht wurde. Per Post oder E-Mail erhält der Impfling Aufklärungsunterlagen mit Informationen zum Impfstoff, dem genauen Ablauf der Impf-Prozedur, der zu unterschreibenden Einwilligung und einem QR-Code.

Die Impfung erfolgt in der Halle 4 der Koelnmesse. Bei der Einlasskontrolle wird dem Impfling berührungslos mit einem Scanner Fieber gemessen. Außerdem wird kontrolliert, ob er seinen Mundschutz korrekt angelegt und ob er einen Termin hat. Anschließend wird der Impfling in einen Wartebereich geleitet, wo er, falls er dies nicht bereits zuvor erledigt hat, die Einwilligung ausfüllen kann. Im Wartebereich befindet sich ein Schalter, an dem Mitarbeitende bei Fragen oder Unklarheiten weiterhelfen. Nun folgt die Registratur. An insgesamt 20 Schaltern wird der QR-Code entweder vom Handy oder vom zugesandten Schriftstück ausgelesen, der Impfling legt seinen Impfausweis vor und es findet ein Identitätsabgleich statt.

Der daran anschließende Bereich ist optional nutzbar: In drei Räumen werden Aufklärungsvideos des Bundesministeriums für Gesundheit gezeigt. Der Impfling kann aber auch direkt zur Impfung gehen.

Er gelangt nun zu den Einzelkabinen, in denen er offene Fragen mit einem Arzt in einem Vier-Augen-Gespräch klären kann, und wird dann von Mitarbeitenden der Koelnmesse in das Obergeschoss der Halle 4 geleitet.

Dort befindet sich der eigentliche Impfbereich. In 20 Doppelkabinen wird dort die Spritze verabreicht. Der Impfling betritt die Kabine, macht seinen Arm frei (Rechtshänder den linken Arm, Linkshänder den rechten Arm), die Injektion erfolgt muskulär in den Oberarm. Der diensthabende Arzt wechselt zwischen den Kabinen hin und her und setzt die Spritze jeweils bei dem Impfling, dessen Arm gerade frei ist. Die Impfung wird dann im Impfausweis dokumentiert, dort wird vermerkt, welches Serum injiziert wurde und aus welcher Chargennummer es stammt. Nachdem sich der Impfling wieder angezogen hat, geht er in einen geräumigen Wartebereich mit Uhr, Stühlen und WLAN, wo er 30 Minuten sitzen soll. In dieser Zeit wird er von Sanitäts-Personal beobachtet für den Fall, dass sich Komplikationen ergeben. Ist die Zeit verstrichen, kann der Impfling das Impfzentrum verlassen.

Die Impf-Kapazitäten im Impfzentrum sollen sukzessive erweitert werden. Wenn der Stadt Köln kurz- bis mittelfristig mehr Impfstoff zur Verfügung steht, können dort täglich bis zu 5.000 Impfungen durchgeführt werden. Bei voller Auslastung soll das Impfzentrum täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet sein. Dann werden dort täglich bis zu 140 Mitarbeitende im Einsatz sein, darunter 17 Ärztinnen und Ärzte.

Informationen zur Impforganisation und zur Impfstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen, Stand 3. Dezember 2020:

Der Impfstoff wird vom Bund beziehungsweise dem jeweiligen Hersteller an einen zentralen Lagerstandort in Nordrhein-Westfalen geliefert. Von dort erfolgt die Auslieferung an die Impfstelle und gegebenenfalls die Krankenhäuser.

In der Frühphase sollen Impfungen schwerpunktmäßig in Einrichtungen des Gesundheitswesens (Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser) erfolgen. Wo eine Impfung durch eigenes Personal nicht möglich ist, versorgen mobile Impfteams vulnerable Personen und medizinisch-pflegerisches Personal.

Parallel sollen im Impfzentrum zunächst die vulnerablen Personen (ältere Personen und Personen mit chronischen Erkrankungen wie zum Beispiel COPD, Bluthochdruck, Herzkreislauferkrankungen, schwerem Diabetes etc.) geimpft werden, die noch zu Hause leben und ausreichend mobil sind, sowie ambulant tätiges medizinisches Personal aus dem medizinisch-pflegerischen Bereich.

In der nächsten Phase – voraussichtlich ab dem Frühjahr 2021 – sollen ambulant tätiges medizinisch-pflegerisches Personal und Beschäftigte der kritischen Infrastruktur (zum Beispiel Feuerwehr, Polizei) geimpft werden.

Voraussichtlich ab Mitte 2021 soll ausreichend Impfstoff verfügbar sein, um die breite Bevölkerung zu impfen.

Quelle : Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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