Kunst an Kölner Litfaßsäulen

Kunst an Kölner Litfaßsäulen

Plakatierung des Motivs Repeatrepetition von Tamara Lorenz

14.01.2021

Die erfolgreiche Kunstaktion „Kunst an Kölner Litfaßsäulen“ startet das Jahr 2021 mit einem neuen Motiv der Künstlerin Tamara Lorenz. Auf den 25 Litfaßsäulen wird den Betrachterinnen und Betrachtern eine sich stetig wiederholende Aufforderung zur Wiederholung gezeigt, eine sich um sich selbst drehende Aussage ohne Inhalt.

Tamara Lorenz (geboren 1972 in Oberhausen) lebt und arbeitet in Köln. Sie studierte Fotografie an der Fachhochschule in Dortmund und Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Studienaufenthalte in Nottingham, Großbritannien und in New York am International Center of Photography runden ihre Ausbildung eindrucksvoll ab. Lorenz betrieb mit Künstlerkolleginnen und -kollegen den Kölner Kunstraum „Blast“ und gründete 2016 mit einem Kollegen den Totalverlag für Künstlerbücher, die in kleinen Auflagen und Editionen erscheinen. Lorenz‘ Arbeiten wurden in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland gezeigt, so in der Kunsthalle Düsseldorf, den Deichtorhallen Hamburg sowie in Mexico City, London, Peking und vielen weiteren Städten.

Das Motiv „Repeatrepetition“ von Tamara Lorenz ist als Bild aus Schrift zu sehen. „Es ist eine sehr aktuelle und auch persönliche Arbeit“, erläutert die Künstlerin. „Repeatrepetition“ ist eine Art gedankliches „Mise en Abyme“, also ein Bild im Bild, unendlich und ohne Boden. Es verdeutlicht die frustrierte Resignation von Lorenz gegenüber den politischen Verhältnissen und der Unfähigkeit, auf globale Ereignisse zu reagieren. Gleichzeitig spielt sie auf den derzeit weit verbreiteten politischen Populismus an. So erklärt Tamara Lorenz: „Trump, Putin, Bolsonaro oder auch Parteien wie die AfD wiederholen stetig ihre inhaltsleeren Behauptungen. Und diese Wiederholung der Wiederholung manifestiert sich als Wahrheit in der Realität, wird zur Tatsache.“

Die englische Aufforderung, die Wiederholung zu wiederholen, also „repeat repetition“ hat Lorenz bewusst gewählt. Das Schriftbild irritiert, das „I“ und das „T“ schreiben und überschreiben sich. Buchstaben scheinen zu verschwinden, das Lesen und Erkennen ist erschwert, macht aber neugierig und weckt Interesse. Betrachterinnen und Betrachter müssen genau hinsehen, vielleicht auch mehrfach lesen, um zu verstehen. Und das will Tamara Lorenz, nicht nur bei ihrem Plakat. Sie fordert: „Beschäftigt Euch mit Themen, informiert Euch und nutzt unterschiedliche Kanäle um sich so eine Meinung zu bilden. Denken macht Sinn!“

Weitere Informationen finden Sie auch unter: www.stadt-koeln.de/kunstsäulen

Quelle : Stadt Köln

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