Neues aus dem Deutzer Hafen im Juli 2026
Der Rat macht den Weg für die Bebauung frei und es gibt Fortschritte bei den Bauarbeiten
Rat macht Weg für Bebauung frei
In seiner Sitzung vom 2. Juli 2026 hat der Stadtrat den sogenannten „Teilplan A“ beschlossen. Diese Entscheidung ist ein Meilenstein und eine wichtige Grundlage dafür, wie es im Deutzer Hafen weitergeht. Mit dem ersten Satzungsbeschluss wird für die ersten Baufelder auf der östlichen Hafenseite Planungsrecht geschaffen. Mit dem Inkrafttreten des Bebauungsplans bestehen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Genehmigung erster Bauvorhaben.
Konkret sollen auf den Baufeldern 03, 04, 05, 06 und Ost 03 mindestens 650 Wohnungen entstehen. Davon werden 30 Prozent öffentlich gefördert und weitere 20 Prozent entstehen im preisgedämpften Segment der „Modernen Stadt“. Auf dem rund drei Hektar großen Teilbereich sind außerdem Kitas und ein Sondergebiet für Einzelhandel und Gastronomie geplant. Darüber hinaus soll die Essigfabrik unter Berücksichtigung des künftigen Nutzungskonzepts als Sondergebiet „Kultur” festgesetzt werden, um ein Quartierszentrum zu schaffen.
Mehr Details zu weiteren Themen wie Städtebau, Hochwasserschutz und Mobilität finden Sie auf der Baustellenwebsite www.baustelle-deutzer-hafen.koeln.
Fortschritte bei Kanalbau und Hafenpark
Es wurden 1.050 Meter Mischwasser- und 830 Meter Regenwasserkanäle verlegt. Das ist die bisherige Bilanz der Kanalbauarbeiten im Deutzer Hafen. Aktuell konzentriert sich die Maßnahme vor allem auf einen komplexen Knotenpunkt im Süden des Hafens. An der Straßenecke Am Schnellert/Poller Kirchweg entsteht ein Verbindungsbauwerk, das mehrere Leitungen zusammenführt.
Auch beim Hafenpark geht es sichtlich voran. Derzeit finden auf dem Areal im Norden die Profilierungsarbeiten statt. Dabei wird die Bodenbeschaffenheit angeglichen, ungewollte Unebenheiten werden beseitigt und ein Gefälle für den Hochwasserschutz sowie für die sonstige Bauplanung – zum Beispiel für die Promenade – angelegt.
Führung zum Brückenbau
Am Donnerstag, dem 13. August 2026, rückt eine Führung das Thema Brückenbau im Deutzer Hafen in den Fokus. Zwei Brücken – eine für den Rad- und Fußverkehr und eine für den Kfz-Verkehr – werden zentrale Schnittstellen der Verkehrsinfrastruktur im Quartier. Bei dem Rundgang erklären Fachleute aus dem Projekt die Planung.
Die Tour startet um 17 Uhr am Infopoint in der ehemaligen Mühlenverwaltung, Siegburger Straße 108. Aus Sicherheits- und Kapazitätsgründen ist die Zahl der Teilnehmenden begrenzt. Eine Voranmeldung per E-Mail an info@baustelle-deutzer-hafen.koeln ist erforderlich. Wichtig: Festes Schuhwerk ist erforderlich.
Das Angebot ist Teil des Begleitprogramms des Infopoints und findet parallel zur offenen Sprechstunde statt. Das Team des Deutzer Hafens freut sich auf Ihren Besuch und den gemeinsamen Austausch mit Ihnen.
Weitere Termine und Programmpunkte finden Sie hier: www.baustelle-deutzer-hafen.koeln
Save the Date: Am 5. September ist Hafentag
Am Samstag, dem 5. September, können sich Projektinteressierte von 11 bis 17 Uhr beim diesjährigen Hafentag über den aktuellen Stand der Quartiersentwicklung informieren und sich mit den Möglichmachern des Deutzer Hafens austauschen. Besucher:innen können sich mithilfe einer Infotheke, einer Ausstellung zum Gesamtprojekt und in Gesprächen mit Fachleuten einen Überblick über die Stadtentwicklungsmaßnahme verschaffen. Darüber hinaus gibt es Mitmachaktionen für Familien sowie ein kulinarisches Angebot.
Auch in diesem Jahr werden wieder Führungen durch die Mühlen sowie zu aktuellen Schauplätzen der Quartiersentwicklung angeboten. Einen Link zur Anmeldung finden Sie in der nächsten Ausgabe dieses Newsletters.
Beim jährlich stattfindenden Hafentag informieren die Stadt Köln, die Stadtentwicklungsgesellschaft moderne stadt und die Stadtwerke Köln gemeinsam über den aktuellen Stand der Bauarbeiten und planerische Entwicklungen.
Neue Kunst auf alten Mauern
In einer ausgedienten Industriehalle des Deutzer Hafens kommen Liebhaber der Gegenwartskunst auf ihre Kosten. Am Poller Kirchweg hat im Juni das temporäre Museum für zeitgenössische Wandmalerei Köln eröffnet. Bei dem Projekt „TEMPO___K“ haben lokale sowie internationale Künstlerinnen und Künstler die Wände des rund 2000 Quadratmeter großen Komplexes gestaltet.
Neben der Dauerausstellung erwartet die Besucherinnen und Besucher diesen Sommer ein abwechslungsreiches Programm. Auf dem Programm stehen Spraydays, Konzerte, Lesungen, eine Kids Corner, ein Biergarten und ein Programm zum Hafentag.
Am 10. Oktober 2026 ist dann Schluss: Eine Finissage läutet den Rückbau der Industriehalle ein, um Platz für die weitere Quartiersentwicklung zu schaffen.
„TEMPO___K“ ist eine Kooperation zwischen dem Deutzer Hafen, dem Quartier am Hafen und den Kuratoren und Künstlern Marcel Kreuzer und Deniz Weber. Die Stadtwerke Köln überlassen dem Museum zeitweise die Räumlichkeiten am Poller Kirchweg.
Das gesamte Programm finden Sie hier: www.qah.koeln/tempo___k-temporaeres-museum-fuer-zeitgenoessische-wandmalerei/