Stadt Köln nimmt neue Ampelanlage am Messekreisel Deutz in Betrieb

Stadt Köln nimmt neue Ampelanlage am Messekreisel Deutz in Betrieb

Neue Verkehrssteuerung übernimmt die Regie für bis zu 45.000 Fahrzeuge täglich

26.03.2021

Das Amt für Verkehrsmanagement hat am Dienstag, 23. März 2021, die Ampelanlage am Messekreisel in Köln-Deutz nach der Erneuerung wieder in Betrieb genommen. Die drei bisherigen Ampelanlagen und drei Steuergeräte des Messekreisels wurden durch eine neue Lichtsignalanlage und ein Steuergerät neuester Technik ersetzt. Mit dem Einsatz modernster Technik reagiert das Amt für Verkehrsmanagement auf die wachsenden Anforderungen des individuellen Straßenverkehrs und legt bereits heute den Grundstein für die zunehmende Nachfrage digitalisierter Lösungsmodelle aus der Verkehrspolitik. Durch die baulichen und programmtechnischen Optimierungen werden die Verkehrsabwicklung an der Kreuzung verbessert und mögliche Unfallrisiken minimiert.

Verkehrsknotenpunkt Messekreisel

Der Messekreisel hat für Köln insbesondere durch seine räumliche Nähe zur Koelnmesse und der Lanxess-Arena eine extrem hohe verkehrliche Bedeutung. Aus signaltechnischer Sicht ist er einer der schwierigsten Bereiche in Köln. Viele Verkehre treffen hier aus vielen Richtungen aufeinander. Die Verkehrsbelastungen unterscheiden sich bei Messe- und Veranstaltungsverkehren bedeutend von dem üblichen tageszeitlichen Verkehrsaufkommen. Das betrifft insbesondere den Kraftfahrzeugverkehr. Der dichte Stadtbahnbetrieb überlagert sich vor allem im Messe- und Veranstaltungsverkehr mit einem hohen Aufkommen des Kraftfahrzeugverkehrs und ist durch verkehrsabhängige Steuerung zu bewältigen. An einem typischen Wochentag außerhalb von Ferienzeiten ist von einem Kfz-Verkehrsaufkommen von rund 40.000 Kfz auszugehen. An Messetagen steigt diese Verkehrsbelastung auf bis zu 45.000 Kfz an.

Technik der neuen Ampelanlage

Diese neue Anlage steuert 48 Signalgruppen und kontrolliert 81 Detektoreingänge. Die Zusammenführung der drei Steuergeräte zu einem macht die Signalisierung stabiler und übersichtlicher. Der Meldungsaustausch zwischen den alten Steuergeräten hatte in der Vergangenheit manchmal zu Komfortverlust im Kfz-Verkehr geführt.

Neben der Tageszeit haben die Veranstaltungen der Koelnmesse einen starken Einfluss auf die Verkehrsbelastung am Knotenpunkt. Neben den Signalprogrammen, die die tageszeitlichen Schwankungen der Verkehrsbelastung berücksichtigen, werden daher für den Zu- und Abfluss des Messeverkehrs über den Verkehrsrechner Sonderprogramme geschaltet.

Die Signale der Ampelanlage am Messekreisel werden koordiniert in einer „grünen Welle“ untereinander und mit den Nachbaranlagen auf dem Pfälzischen Ring und der Deutz-Mülheimer Straße geschaltet. Veränderungen ergeben sich lediglich durch die volle Bevorrechtigung der Stadtbahnen. Feste zeitliche Versätze der Grünzeiten zwischen den Signalen verhindern Halte innerhalb des Kreisels. Erkannt werden die Individualverkehre über fünf Videokameras, 36 Induktionsschleifen, zwei kombinierte Anforderungstaster für Sehende und Sehbehinderte und 20 Anforderungstaster für Blinde und Sehbehinderte. Die Erkennung führt zu variablen Grünzeiten. Durch 20 zusätzliche taktile und akustische Signalgeber für Blinde und Sehbehinderte sowie taktile Bodenleitelemente wird die Barrierefreiheit für Blinde und Sehbehinderte hergestellt.

Die Stadtbahnen, die den Messekreisel befahren, werden über insgesamt 29 Erfassungseinrichtungen detektiert und voll bevorrechtigt. Sie können ihre Freigabezeit zu jeder Zeit anfordern und erhalten sie ohne Halt und ohne Wartezeit.

Im Rahmen der Außenanlagenmodernisierung wurden 12 Signalmaste von der Bestandanlage übernommen und 26 an einem neuen Standort installiert. Während der Baumaßnahme wurden rund 750 Kubikmeter Boden ausgehoben, davon 250 Kubikmeter von Hand mit einer Schaufel bewegt. Insgesamt wurden neue Rohrtrassen auf einer Länge von etwa 3 Kilometer hergestellt. Als Zwischenbauwerke sind 36 neue Schächte im Baufeld entstanden. An den Masten sind 74 neue, stromsparende LED-Leuchten montiert, die über 8.400 Meter Kabel mit dem Steuergerät verbunden sind. Die neuen Leuchten führen zu einer Energieersparnis von 80 Prozent gegenüber den Bestandsanlagen. Dadurch können jedes Jahr rund 7.400 Euro Stromkosten eingespart werden.

Das Betonhaus, welches das Steuergerät beherbergt, wurde an einen neuen Standort versetzt. Die Oberflächen an den Querungen sind entsprechend dem Gestaltungshandbuch der Stadt Köln hergestellt worden. Die Umgestaltung des östlichen Gehwegs an der Seite der Koelnmesse ist nicht Bestandteil der Erneuerung der Lichtsignalanlage und wird von der Koelnmesse umgesetzt.

Quelle : Stadt Köln

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